Good Work
Sparks


An allem ist SIE schuld:
Am Jobverlust
Am Sinnverlust
Am Bedeutungsverlust
Kein kritisches oder kreatives Denken mehr.
Und jetzt auch noch die Future-Skills?
Alles wegen der doofen, sogenannten KI.
Neulich war ich auf der @Zukunft Personal Nord in Hamburg.
Nicht schlecht gestaunt habe ich, was dort als absoluter Hot-Shit diskutiert wurde: das Thema Skills. Besser gesagt: Future Skills.
Die große Frage im Raum: Welche Skills benötigen wir, um uns als Unternehmen, als Arbeitswelt, als Individuum zukunftsfähig aufzustellen?
Wir sind uns einig: Keiner von uns weiß, wie die Zukunft aussehen wird. Woher kommt also die Gewissheit zu erahnen, welche Skills dort vonnöten sein werden?
Schauen wir genauer hin. Denn Skill ist nicht gleich Kompetenz ist nicht gleich Stärke ist nicht gleich Potenzial. Das Bild oben zeigt vier Schalen, von innen nach außen, vom Konkreten zum Möglichen:
Skill
Ein Skill ist eine Fertigkeit, etwas sehr Konkretes. Ob nun "Haare schneiden" oder "Prompts bauen" - Skills sind die PS auf der Straße. Und genau das macht sie auch so angreifbar. Was sich in ein How-to zerlegen lässt, kann eine Maschine früher oder später lernen, unterstützen oder am besten gleich selbst erledigen.
Kompetenz
Das nächste Level. Kompetenz ist die Resultante aus Erfahrung, Exzellenz und Einsatz. Das heißt, Skills situationsangemessen zu kombinieren, Urteilsvermögen einzusetzen, Kontexte zu lesen. Das ist mehr als die Summe der Skills und daher nicht so leicht zu automatisieren.
Stärke
Stärken sind das Fundament, aus dem konkrete Kompetenzen und Skills erwachsen können. Nicht immer erkennen wir sie direkt und können unsere eigenen Kraftfelder unmittelbar entdecken. Blinde Flecken wohin das Auge nicht schaut.
Potenzial
Potenziale sind (noch) nicht gelebte Stärken und Kompetenzen. Möglichkeitsräume. Hier liegt das Zukunftsgold, meist noch nicht als Schatz gehoben.
Wenn AI die Skill-Ebene zunehmend abräumt oder demokratisiert, dann verschiebt sich die Wertschöpfung nach außen. Hin zu Urteilskraft. Zu relationaler Intelligenz. Zum Abstrakten und zur Fähigkeit, sich immer wieder neu zu erfinden.
Die Diskussionen zur Zukunftsfähigkeit sind berechtigt. Und dürfen noch einen großen Schritt weitergehen.
Vielleicht sollten wir also aufhören, von Future Skills zu sprechen.
Und anfangen, über Future Potentials nachzudenken.
Nicht: Was musst du können?
Sondern: Was könnte aus dir werden, wenn man dich lässt?