Shownotes
„Wir sind hier nicht Dornröschen, dass der Prinz vorbeikommt und uns küsst.“
Wie viel Plan steckt eigentlich in einer Karriere? Auf dem Papier sieht der Weg von Katja Herzog aus wie mit dem Lineal gezogen: dreißig Jahre ein Unternehmen, heute in der Geschäftsführung. Wer genauer hinschaut, findet Zufälle, Umwege und einen Sonntag, an dem beinahe alles vorbei war. Für Katja gibt es keine Abkürzung, nur viele kleine Schritte.
Katja Herzog leitet das Deutschlandgeschäft von HPE Networking und gehört der Geschäftsführung von Hewlett Packard Enterprise in Deutschland an. 1996 kam die gelernte Steuerfachgehilfin und Wirtschaftswissenschaftlerin mit einem befristeten Vertrag zu Hewlett-Packard, zog der Liebe wegen nach Frankfurt und landete durch Zufall im Vertrieb. Heute verantwortet sie rund 120 Menschen und die Integration von Juniper Networks, der größten Übernahme in der Geschichte des Konzerns.
Herkunft prägt den Blick auf Menschen.
Katja wächst als Tochter eines Geflüchteten in einer der besten Gegenden Stuttgarts auf, ihre Eltern führen fast 40 Jahre einen Nachtclub in der Stadt. Zwischen Anwälten und Vorständen spürt sie früh einen zarten Vorhang. Daraus ist eine Haltung geworden, die sie bis heute trägt: Wer urteilt, soll den Menschen anschauen und sonst nichts.
Ein Rauswurf kann eine fällige Entscheidung sein.
Nach zwei Kindern landet Katja in einer Organisation, in der sie sich von Anfang an fremd fühlt. Sie zieht trotzdem durch, bis ihr der damalige Chef an einem Sonntag im Museum nahelegt zu gehen. Heute nennt sie diesen Moment den wichtigsten ihrer Karriere.
Führung beginnt mit innerer Freiheit.
Seit diesem Einschnitt arbeitet Katja mit einem Plan B im Kopf. Führungsrollen lehnt sie mehrfach ab, weil sie ihren Kindern beim Wachsen zuschauen will, und wird erst mit 49 Managerin. Führung versteht sie heute als Gärtnerarbeit: die richtigen Pflanzen im richtigen Topf, am richtigen Fenster.
Worüber wir noch gesprochen haben:
Katja Herzog erzählt ihre Geschichte mit großer Leichtigkeit und spart die Härten trotzdem nicht aus. Sie lacht über die eigenen Umwege, benennt Abwertung klar und bleibt dabei bemerkenswert unsentimental. Ihr Kompass ist schlicht: Respekt muss sich niemand verdienen, und für sich aufstehen muss jeder selbst. Ein Must-Hear für alle, die ihren eigenen Weg gehen wollen, auch wenn er nicht geradeaus führt.
Interview: Jule Jankowski
Weiterführende Links:
➡️ Hewlett Packard Enterprise
➡️ Drei Fragen an Katja Herzog bei ChannelPartner
GOOD WORK live erleben: Der GOOD WORK Frühstückssalon
Am 29. Oktober 2026 findet unser erster GOOD WORK Führungssalon in Kooperation mit Statista statt. Thema: Beziehungsgestaltung in der Arbeitswelt mit der wunderbaren Dr. Johanna Degen. Für die HörerIhnnen von GOOD WORK haben wir ein kleines Kontingent an Freitickets. Code: goodwork-friends. Alle Infos zum Event und Tickets unter: https://www.eventbrite.de/e/1997339493191?aff=oddtdtcreator
Werbehinweis:
Melde dich jetzt für Season 6 des Zertifikatskurses an, der im Februar 2027 in Berlin plus Remote-Sessions startet.
➡️ Hier findest du mehr Infos dazu: https://become-better.org/wp-content/uploads/2026/09/becomebetter_OffenesProgramm_Season6_2027.pdf
➡️ Direkt zur becomebetter Academy: https://become-better.org/zertifikatskurs/ Wenn du Fragen zur Fortbildung hast oder dich anmelden möchtest, dann wende dich gerne per Mail an: akademie@become-better.org
➡️ Christina Grubendorfer auf LinkedIn: https://www.linkedin.com/in/christina-grubendorfer/
GOOD WORK ist Teil des Brand Eins Podcast Netzwerkes und ist ein Format mit hohem journalistischen Anspruch. brand eins
Werbung in GOOD WORK platzieren
Du möchtest Werbung für Deine Produkte, Deine Services, Weiterbildungen, Dein Unternehmen in einem journalistisch anspruchsvollen Umfeld wirkungsvoll platzieren? Gute Idee. GOOD WORK erreicht jeden Monat mehr als 25.000 EntscheiderInnen, UnternehmerInnen und Menschen, die wirklich etwas voranbringen. Melde Dich bei uns zu den Konditionen: mailto:info@goodwork-salon.de
Feedback

