Es geht um die Frage, was Personalarbeit zu einer Business-Funktion macht. Annika in der Beek, Chief People Officer bei Statista, erzählt, wie sie dort eine globale People-Funktion aufgebaut hat, warum sie Kultur nicht als Aufgabe der Personalabteilung versteht und wann ein ROI in der Personalarbeit hilft oder in die Irre führt. Dazu kommt der Blick auf ein Datenunternehmen mitten in der KI-Transformation.
Ihre Laufbahn beginnt nicht im Personalbereich, sondern in der Strategieberatung mit Fokus auf Mergers and Acquisitions und Private Equity. Über Accenture kam sie in die HR Practice, danach als Director People & Organization zu About You, wo sie das Unternehmen durch Hypergrowth und Börsengang begleitete. Seit Mai 2024 ist sie Chief People Officer bei Statista und gehört dem Executive Committee an. Sie hat Psychologie und BWL studiert und ist Co-Host des Podcasts HR ungeschminkt.
Für Annika in der Beek heißt es, dass eine Personalfunktion genauso geführt werden muss wie Finance, Product oder Tech. Wer die Fachbereiche beraten will, muss verstehen, womit das Unternehmen sein Geld verdient, welche Skills die Roadmap braucht und wie Personalkosten in der Gewinn- und Verlustrechnung auftauchen. Sie zieht dafür den Vergleich zum Marketing: Eine Marketingleitung, die den ROI zum reinen Finance-Thema erklärt, würde niemand einstellen.
Die Folge liefert einen Praxisbericht mit übertragbaren Prinzipien: erst zuhören und eine People Roadmap bauen, dann das Team danach aufstellen. Pragmatisch launchen statt auf das perfekte Produkt zu warten. Kennzahlen an ein konkretes Problem koppeln statt an eine allgemeine ROI-Logik. Und bei Org-Design-Trends wie Delayering zuerst prüfen, ob das Problem im eigenen Haus überhaupt existiert.
Für CHROs, Chief People Officer, HR-Verantwortliche, Business Partner und alle, die Personalarbeit strategisch verankern wollen. Ebenso für Geschäftsführungen und Führungskräfte, die wissen möchten, was sie von ihrer People-Funktion erwarten dürfen, und für alle, die gerade eine Organisation umbauen und dabei Kultur und Prozesse zusammendenken müssen.
Wie willst Du als HR- oder People MitarbeiterIn bzw. Verantwortliche Deine Peers beraten und unterstützen, wenn Du nicht mal selbst verstehst, wie Dein Unternemen Geld verdient?
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