Shownotes
Warum Frauen an der Börse die besseren Anleger sind – und es trotzdem nicht tun.
„Bis eine Frau mal bei uns landet in dem Programm und bis eine Frau mal einen Aktiensparplan hat, was dafür an Arbeit reingeflossen ist: Raus aus der Selbstmanipulation, raus aus irgendwelchen Abhängigkeiten, aus Erwartungen von der Gesellschaft, Familie, Umfeld. Hat ein Mann ja, diesen Kampf müssen Männer halt nicht kämpfen."
Natascha Wegelin, besser bekannt als Madame Moneypenny, ist Gründerin und CEO der Madame Moneypenny GmbH, SPIEGEL-Bestseller-Autorin und Investorin. Seit 2015 baut sie Deutschlands führende Plattform für finanzielle Bildung speziell für Frauen auf und begleitet damit bereits über 12.000 Teilnehmerinnen in den Weg in die finanzielle Selbstbestimmung. Ihr eigener Weg begann mit einem Schock: ein Finanzberater-Vertrag, der ihr fast 18.000 Euro kostete. Was folgte, waren über tausend Stunden Selbststudium und die Erkenntnis, dass das Problem kein persönliches ist, sondern ein strukturelles.
Scham, Prägung, Patriarchat – warum Finanzen für Frauen kein neutrales Thema sind.Frauen investieren statistisch besser als Männer. Sie erzielen höhere Renditen, handeln weniger emotional. Und trotzdem beginnen sie mit einem strukturellen Rückstand: niedrigere Gehälter, schlechtere Kreditkonditionen, kürzere Erwerbsbiografien durch Elternzeit. Natascha nennt das Phänomen klar beim Namen. Auf der einen Seite steht die Motherhood Penalty, die beschreibt, dass Mütter weniger verdienen als kinderlose Frauen. Auf der anderen Seite der Fatherhood Bonus: Väter verdienen mehr als kinderlose Männer. Altersarmut in Deutschland ist weiblich. Und das ist kein Zufall, sondern Systemfrage.
Finanzwissen ist nicht Finanzkompetenz – und der Unterschied ist entscheidend.Was Madame Moneypenny leistet, ist keine Finanzberatung, sondern etwas Grundlegenderes: Mindset-Arbeit. Glaubenssätze lösen. Den Mut aufbauen, für sich einzustehen. Natascha erklärt, dass Finanzkompetenz am wenigsten mit Zahlen zu tun hat. Sie hat damit zu tun, in Zusammenhängen zu denken, langfristig zu planen, kalkulierte Risiken einzugehen. Wer das in seinen Finanzen kann, kann es auch im Unternehmen. Und genau deshalb lautet ihr Plädoyer auch an Arbeitgeber: Financial Literacy ist Unternehmenskompetenz.
Worüber wir noch gesprochen haben:
Natascha Wegelin ist eine der klarsten Stimmen, wenn es darum geht, finanzielles Empowerment aus der Schublade des Nischenwissens zu holen. Was sie mitbringt, ist nicht nur Expertise. Es ist die eigene Geschichte einer Frau, die den Schmerz der Unwissenheit kannte und daraus etwas gebaut hat, das anderen erspart bleibt. Und die dabei nie vergisst: Es ist kein individuelles Versagen. Es ist ein strukturelles Problem. Das macht den Unterschied.
Interview: Jule Jankowski
Weiterführende Links zu Madame Moneypenny:
➡️ Zur Seite und den Büchern von Madam Moneypenny
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