Shownotes
Was, wenn die stillste Entzündung im Unternehmen die ist, über die niemand spricht?
„Vorbehalte in sich zu tragen ist, als würde man Gift trinken und darauf warten, dass der andere daran stirbt."
Sebastian Purps-Pardigol ist Bestsellerautor, Organisationsberater und Trainer an der Schnittstelle von Hirnforschung, Führung und Persönlichkeitsentwicklung. Mit Gerald Hüther gründete er 2010 die Initiative Kulturwandel.org, mit Büchern wie „Führen mit Hirn" und „Leben mit Hirn" hat er das Verständnis von Führung in einer ganzen Generation geprägt. In seinem neuen Buch „Die 3 Säulen der Gesundheit" (Kniga 2025), gemeinsam mit dem Mediziner Dr. Stephan Bortfeldt, geht er einen Schritt weiter: in den Körper.
Stille Entzündungen — biologisch wie organisational.
Unter stillen Entzündungen versteht die Medizin Prozesse, die jahrelang unterhalb der Wahrnehmungsschwelle laufen und am Ende für Herzinfarkt, Depression oder Demenz mitverantwortlich sein können. Sebastian überträgt das Bild in die Arbeitswelt: Die stillen Entzündungen einer Organisation sind die unausgesprochenen Dinge. Was sich nicht entlädt, frisst sich in die Beziehungskultur und damit in die Substanz der Zusammenarbeit.
Verbundenheit ist kein Soft-Topic, sondern Biologie.
Die Cyberball-Studien von Naomi Eisenberger zeigen: Der Verlust von Verbundenheit aktiviert dieselben Hirnareale wie körperlicher Schmerz und treibt messbar Entzündungsparameter im Körper hoch. Wer also Feedback vermeidet, Mitarbeitende ausschließt oder Silos nicht überbrückt, schädigt nicht nur die Stimmung, sondern die Gesundheit. Sebastians Empfehlung an Unternehmen mit knappen Ressourcen ist radikal einfach: Wenn ihr nur eine Sache anpackt, dann eure Feedbackkultur.
Always-On schwächt die Bremse im Gehirn.
Jede Push-Nachricht ist ein kleiner Dopamin-Kick. Was die Natur als Belohnung für wirklich Bedeutsames vorgesehen hat, wird zur Dauerbeschallung : Die Amygdala wird hyperaktiv, die neuronalen Bremsstrukturen werden geschwächt, Cortisol steigt. Das Resultat: Wir sind weniger resilient, gerade in einer Zeit, in der wir genau das mehr denn je brauchen. Der Hack zum Mitnehmen: 5,5 Sekunden ein, 5,5 Sekunden aus. Fünfzehn Minuten täglich. Strukturveränderung im Gehirn inklusive.
Worüber wir noch gesprochen haben:
Sebastian Purps-Pardigol verbindet, was selten zusammen gedacht wird: Hirnforschung, Führung und der Körper als Resonanzraum für alles, was in einer Organisation ungelöst bleibt. Was mich besonders berührt hat, ist seine Klarheit darüber, wo individuelle Verantwortung endet und Systemverantwortung beginnt — denn wie er Nora Dietrich zitiert: niemand kann unrealistische Workloads wegmeditieren. Eine Folge für alle, die Gesundheit, Kulturwandel und Leadership nicht mehr getrennt voneinander denken wollen.
Interview: Jule Jankowski
Weiterführende Links zu Sebastian Purps Pardigol:
➡️ Zur Seite und den Büchern von Sebastian Purps Pardigol
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