Shownotes
Führungskräfte sind nicht für die Themen verantwortlich, sondern für die Menschen“
Diese Sonderfolge zum Book Release von Dr. David Bauschs neuestem Werk „Das Ende der Arbeitswelt, wie wir sie kennen.“ ist zweigeteilt.
Im ersten Teil erleben wir die Atmosphäre der Live-Buchparty von Dr. David Bausch mit über 120 Gästen vor Ort. Wir diskutieren live on stage: Was endet in unserer Arbeitswelt wirklich und was bleibt bestehen? Dr. David Bausch stellt sein Buch „Das Ende der Arbeitswelt, wie wir sie kennen“ vor und macht eines sofort klar: Wir werden nicht aufhören zu arbeiten. Was endet, sind die Gewissheiten, mit denen wir sie betrachtet haben.
Regression in alte Muster
Pandemie, Polykrisen, wirtschaftliche Unsicherheit, KI-Revolution. Organisationen reagieren darauf oft mit Regression. Mehr Kontrolle. Mehr Komplexität. Mehr alte Muster. Doch genau darin liegt für David das Problem. Wenn Stress zunimmt, greifen wir auf vertraute Glaubenssätze zurück. Etwa: Wer lange im Büro sitzt, ist besonders leistungsstark. Ein fataler Irrtum, wie er selbst an einem Beispiel schildert.
Individuelle und kollektive Glaubenssätze
Im zweiten Teil des Gesprächs legen wir die Themen eine Ebene tiefer. Der Elefant im Raum heißt Organisationskultur. David arbeitet mit dem Dreiebenenmodell von Edgar Schein und legt den Fokus auf das, was selten sichtbar wird: die kollektiven und individuellen Glaubenssätze. Sie steuern Verhalten. Und Verhalten formt Kultur.
Big Five of human Work
David appeliert an eine menschenzentrierte Arbeitswelt. Sein zentrales Bild sind die „Big Five of human Work“: Mentale Gesundheit, Vielfalt und Inklusion, moderne Führung, Lernen und Entwicklung sowie Kultur. Entscheidend ist nicht, ob Organisationen diese Themen haben, sondern ob sie sie integral denken. Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.
Führung als Haltungsfrage
Moderne Führung beschreibt David als Haltungsfrage. Führungskräfte sind nicht primär für Themen verantwortlich, sondern für Menschen. Doch echte Leadership-Zeit ist rar, oft nur fünf bis zehn Prozent des Alltags. Gleichzeitig beobachtet er informelle Führung als mächtigen Hebel. Menschen folgen nicht Funktionen, sondern Personen.
Worüber wir noch gesprochen haben:
- Arbeitswelt im Umbruch und Regression in Krisenzeiten: Pandemie, Polykrisen und KI führen Organisationen zurück in alte Muster statt in mutige Zukunftsgestaltung- Die Big Five of human at Work als integraler Denkrahmen- Glaubenssätze als unsichtbare Steuerungsmechanismen: Individuelle und kollektive Überzeugungen prägen Verhalten und formen die Organisationskultur- Moderne Führung als Haltungsfrage: Führungskräfte sind für Menschen verantwortlich, investieren bewusst Zeit in Beziehung und ermöglichen informelle Führung- Performance durch Vertrauen statt Kontrolle: Psychologische Sicherheit, Beziehungsqualität und Selbstwirksamkeit werden zum Fundament einer menschlicheren Arbeitswelt**
Im Kern ist das Buch und diese Episode ein Appell: Performance entsteht nicht durch Druck und Kontrolle, sondern durch Vertrauen, Beziehung und psychologische Sicherheit. Die neue Arbeitswelt wird nicht einfacher. Aber sie kann menschlicher werden. Und vielleicht ist genau das der entscheidende Glaubenssatz: Dass wir Lösungen finden werden, auch wenn wir sie heute noch nicht kennen.
Interview: Jule Jankowski
Weiterführende Links zu Dr. David Bausch:
➡️ Zum Buch Das Ende der Arbeitswelt, wie wir sie kannten
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